Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3785723814
Seiten: 530
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19,99
ET: 05.2010
Ein Märchen wie aus Tausenundeiner Nacht ═ nach einer wahren GeschichteUnbeschwert verlebt Sayyida Salima bint Said, die Tochter des Sultans, ihre Kindheit und Jugend auf der Gewürzinsel. Ihr Halbbruder Majid bringt ihr Reiten und Schießen bei, heimlich lernt sie Lesen, Schreiben und fremde Sprachen. Als die junge Frau dem wohlhabenden deutschen Kaufmann Heinrich begegnet, kommen sich zwei Welten näher. Die beiden verlieben sich und schon bald erwartet Salima ein Kind. Für eine muslimische Prinzessin ist ein uneheliches Kind jedoch undenkbar. Eine Heirat mit einem Ungläubigen kommt allerdings nicht in Frage. Als Ausweg bleibt nur die Flucht: Sie muss ihr Leben aufgeben, ihren Namen, ihr Vermögen. In Heinrichs Heimatstadt Hamburg hofft das junge Paar glücklich zu werden. Doch was erwartet Salima in dem kalten, fremden Land, das ihrer Heimat so weit entfernt ist?
Meine Rezension
Sayyida Salima bint Said ist die Tochter des Sultans von Sansibar. Sie führt ein behütetes Leben auf der Insel, dass für sie das reinste Paradies ist.
Und in genau diesem Paradies lernt sie den aus Hamburg stammenden Kaufmann Heinrich Ruete kennen und lieben.
Doch die Tochter eines Sultans darf einen Europäer nicht lieben – und so sind Salima und Heinrich bald in Gefahr…
Es klingt wie ein Märchen wie aus Tausend und einer Nacht: eine große Liebe vor einem exotischen Panorama.
Schon in den anderen Romanen von Nicole C. Vosseler gehabt? Ja und nein.
Es ist in der Tat nicht das erste Mal, dass die Autorin eine Liebesgeschichte in exotischen Ländern spielen lässt und es ist auch nicht das erste Mal, dass historische Persönlichkeiten einen Auftritt haben.
Und doch ist es diesmal anders: die Autorin beschreibt das Leben der historischen Sayyida Salima bint Said und nimmt den Leser mit in ein Leben voller Glück, Liebe und Schmerz. Es sind nicht mehr fiktive Personen, die die Autorin zum Leben erweckt. Diesmal folgt man einer richtigen Prinzessin durch ihr Leben.
Meiner Meinung legt die Autorin im Vergleich zu ihren anderen Romanen besonders im Schreibstil eine Schippe zu: bereits der Prolog verursachte mir Gänsehaut. Alle Prologe konnten mich bis jetzt immer sehr gut auf die kommenden Geschichte vorbereiten, aber dieser Prolog schaffte es, dass ich mich gefühlt habe, als säße ich direkt neben Salimas Bett und würde ihr direkt in die Augen schauen können.
Und das Gefühl der direkten Betroffenheit und des involviert sein hielt den ganzen Roman über an. Es war, als sei ich ein Schatten, der die ganze Zeit direkt neben Salima lief und sich mit ihr gefreut hat und den Schmerz und Kummer ebenso mit ihr teilte.
Doch es ist nicht nur Salima, die die Autorin ins Leben gerufen hat.
Es ist auch der historische Hintergrund, der zwar allgegenwärtig ist, aber so geschickt in die Geschichte eingeflochten wurde, dass er nie drohte die Überhand zu nehmen. Der gut recherchierte Hintergrund ermöglicht es nach zu vollziehen in welcher Welt Salima lebte und mich welcher Welt sie sich konfrontiert sah.
Man lernt die Sitten Sansibars kennen und in welchem politischen Machtkampf das Land verwickelt war.
Mir fällt es mittlerweile schwer, meine Meinung zu den Büchern der Autorin zu verfassen, denn am liebsten würde ich nur schreiben: wunderbar, wunderbar, wunderbar!
Und auch diesmal ist der Autorin eine wunderbare Geschichte gelungen, die den Leser mit auf eine Reise nimmt, die spannend, bewegend und emotional ist.
Für mich ein absoluter Lesetipp!