Fantasy

[Rezension] Phönixfeuer – Christoph Lode

Pandaemonia III

Verlag: Goldmann | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442471751
Seiten: 469
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 12,00
ET: 09.2011
Düster, mysteriös, fesselnd – einfach phantastisch

Niemals hätte Liam gedacht, dass sein Freund Jackon, der Traumwanderer, ihn verraten würde. Jetzt ist Liam ein Gefangener der Herrscherin von Bradost und sitzt fest. Dabei können sich Liam und seine Verbündeten keine Verzögerungen leisten. Die bösartige Lady Sarka hat bereits unzählige Menschen auf dem Gewissen und unendlich viele Träume manipuliert. Sie muss so schnell wie möglich gestoppt werden, bevor die ganze Welt zerbricht und die Finsternis das Land verseucht…

Meine Rezension

Liam hatte gehofft, dass sein Freund Jackon ihn in seinem Kampf gegen Lady Sarka unterstützt. Doch stattdessen verrät Jackon seinen ehemaligen Freund an Lady Sarka und bringt diese in große Gefahr.
Gleichzeitig sind Bradost und seine Bewohner von den Rissen in den Lichtmauern des Pandaemoniums bedroht: Dämonen beginnen, sich einen Weg in die Welt zu bahnen und bedrohen alles was sowohl Liam als auch Jackon wichtig ist.
Und der Kampf gegen die skrupellose Lady wird immer schwieriger…

Mit „Phönixfeuer“ schließt die mitreißende Fantasy-Trilogie von Christoph Lode.

Der letzte Teil der Pandaemonium-Saga beginnt mit einer kurzen Überblick über die bisherigen Ereignisse. So fällt es nicht schwer den Einstieg in den Roman zu finden und man ist schnell wieder mitten drin in Bradost, bei Liam und seinen Freunden, die versuchen Lady Sarka aufzuhalten und Lady Sarka selbst, die mit allen Mitteln versucht an der Macht zu bleiben.
Und so zieht man als Leser mit den Charakteren in die letzte Schlacht.

„Phönixfeuer“ setzt nahtlos da an, wo „Die Stadt der Seelen“ endet. Nahm die Handlung schon im zweiten Teil rasant an Fahrt auf, so ist diese in finalen Teil der Trilogie fast nicht mehr zu stoppen. Die Ereignisse scheinen sich fast zu überschlagen und die Charaktere haben kaum Gelegenheit in Ruhe durchzuatmen – denn schon droht die nächste Gefahr. Ähnlich ergeht es dem Leser, der vor allem die Gruppe um Liam und Vivana begleitet: Atemlos sitzt man vor dem Buch, blättert Seite um Seite um und fragt sich, was nun als nächstes geschieht. Und so nimmt es auch kein Wunder, dass sich der Roman zu einem echten Page-Turner entwickelt.

Viele Fragen wurden in den ersten beiden Bänden aufgeworfen. Fragen, die alle im Verlauf des Finales stetig, aber nach und nach beantwortet werden. Gleichzeitig überrascht Christoph Lode den Leser noch mit der ein oder anderen Wendung im Geschehen, die man so alles andere als erwartet hat. Vor allem einige Charaktere lassen einen staunenden vor dem Buch sitzen. Besonders Umbra konnte mich in diesem Band für sich nicht zuletzt durch ihre oftmals sarkastischen Bemerkungen gewinnen.

Das Ende des Romans hat mir sehr gut gefallen. Zum einen kommt das Ende nicht zu hastig, da die gesamte Handlung kontinuierlich auf dieses hinsteuert. Zum anderen ist es inhaltlich absolut logisch und meiner Meinung nach auch realistisch: Es gibt Happy-Ends für die einen, Niederlagen für die anderen.

Emotionen kommen ebenfalls nicht zu kurz im Roman. So fiebert man nicht nur mit, sondern freut und leidet mit den Charakteren. Am Ende habe ich sogar ein paar Tränen verdrückt.

Fazit: „Phönixfeuer“ ist ein grandioser und würdiger Abschluss der Pandaemonium-Saga. Dieser Band ist spannend und emotionsgeladen und eine absolute Empfehlung wert! Wer qualitativ hochwertige Fantasy lesen möchte, sollte unbedingt die Pandaemonium-Saga in sein Regal stellen.

[Rezension] Die Stadt der Seelen – Christoph Lode

Pandaemonia II

Verlag: Goldmann | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442471744
Seiten: 476
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 12,00
ET: 02.2011
Wer Macht über die Träume der Menschen besitzt, gebietet auch über ihre Gedanken. Lady Sarka, die allgewaltige Herrscherin von Bradost, weiß das und will sich die Gabe des Traumwanderers Jackon dafür zunutze machen. Doch sie hat viele Feinde: Liam ist einer von ihnen. Er will den Tod seines Vaters rächen und ihre Macht brechen. Aber er ist im Pandæmonium gefangen, dem dunklen Reich der verdammten Seelen und Dämonen. Seine Freundin Vivana ist verzweifelt. Sie liebt Liam, doch reicht das aus, um ihn zu retten?

Meine Rezension

Christoph Lodes Roman „Der letzte Traumwanderer“ endete mit einem Angriff auf Lady Sarkas Palast.
Bei diesem Angriff werden mehrere Palastmitglieder schwer verletzt und der junge Liam Santander wird von einem Incubus sogar ins legendäre Pandæmonium verbannt.
Seine Freundin Vivana mag gar nicht daran glauben, dass es keinen Weg aus dem Pandæmonium für Liam geben soll und daher macht sich die kluge und tapfere Manusch auf den Weg ihren Geliebten zu retten…Doch wird ihr dies gelingen?

„Die Stadt der Seelen“ ist der zweite Teil der Pandæmonia-Trilogie von Christoph Lode auf das ich lange gewartet habe, denn ich musste nach dem wunderbaren Auftakt im ‘letzten Traumwanderer’ unbedingt wissen, wie es mit Liam und seinen Freunden weiter geht.

Als ich das Buch dann endlich in der Hand hielt flogen die Seiten nur so dahin, denn der Einstieg in den zweiten Band fällt sehr leicht, auch wenn die Lektüre des Vorbandes ein wenig zurück liegt. Das liegt zum einen an der leichten Feder des Autors, aber auch daran das zu Beginn geschickt noch mal Hinweise auf die Ereignisse des ersten Bandes gegeben werden.

Die Handlung selbst nimmt in „Die Stadt der Seelen“ noch mal an Fahrt auf, was natürlich daran liegt, dass Christoph Lode sich in diesem Band wesentlich stärker auf die Handlung konzentrieren kann, nachdem die Charaktere uns im ersten Band vorgestellt hat.
Was mir besonders gefallen gut gefallen hat, ist, dass die Helden in diesem Band immer wieder in – zum Teil lebensbedrohliche – Bedrängnis kommen aus der sie ja wieder heraus müssen. Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren hat sich Christoph Lode hier wirklich Gedanken über mögliche Lösungen gemacht, denn er arbeitet zu keiner Zeit mit bloßen Zufällen und wirklich fragwürdigen Fügungen.

Es ist natürlich schwer den 2.Teil einer Trilogie zu besprechen, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten.
Daher sei zum Schluss nur angemerkt, dass mich „Die Stadt der Seelen“ absolut begeistern konnte und ich diese spannende Geschichte sehr genossen habe. Für mich ist dieser Band der Reihe sogar ein wenig besser als der erste Teil.
Ich bin jetzt richtig gespannt auf den letzten Teil der Trilogie „Phönixfeuer“, der aber leider erst im Oktober erscheinen wird.

[Rezension] Der letzte Traumwanderer – Christoph Lode


Verlag: Goldmann | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442471737
Seiten: 382
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 12,00
ET: 11.2010

Das Gelbe Buch von Yaro D’ar zu finden ist Liam Satanders einziges Ziel. Es war die letzte Bitte seines Vaters, bevor dieser von den gefürchteten Spiegelmännern ermordet wurde. Auf seiner Suche schleicht sich Liam in den Palast der mächtigen Herrscherin von Bradost ein – ein Ort voller Gefahren und dunkler Geheimnisse. Doch Liam kennt keine Furcht. Um herauszufinden, warum sein Vater sterben musste, würde er es mit jedem Feind aufnehmen. Selbst mit jemandem, der Macht über die Träume der Menschen besitzt …

Meine Rezension

Jackon ist ein Schlammtaucher und wohnt in den Kanälen von Bradost. Er hat früh seine Familie verloren und ist ganz auf sich allein gestellt. Zusätzlich machen ihm die anderen Schlammtaucher das Leben schwer, denn er macht ihnen Angst: Die Schlammtaucher behaupten, dass Jackon sie nachts in ihren Träumen besucht…
Zur selben Zeit verliert der junge Liam Santander seinen Vater, der von den Lakaien der Ministerin getötet wird. Ab da kennt der Jugendliche nur ein Ziel: Das gelbe Buch von Yaro D’ar zu finden und so endlich zu erfahren, wieso sein Vater sterben muss.
Zwei Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich dennoch bald begegnen werden….

„Der letzte Traumwanderer“ ist der Auftakt zur Pandaemonia-Trilogie von Christoph Lode. Dieser Auftakt ist einfach grandios und lässt mich schon jetzt nach dem nächsten Band schmachten.

Der Autor entführt den Leser nach Bradost, einer Stadt mit einer Geschichte, die faszinierend und beklemmend zugleich ist.
Man lernt in diesem Band vor allem die Hauptcharaktere Liam und Jackon kennen, lernt ihre Geschichten, Aufgaben und Schicksale kennen.
Dabei wirft der Autor natürlich einige Fragen auf, wie es für einen Serienauftakt üblich ist. Jedoch lässt er nicht zu viele Fragen offen, sondern beantwortet auch einige. Daher hat man als Leser nie das Gefühl, dumm da zu stehen, weil man meint nur die Hälfte verstehen zu können.

In einer klaren und präzisen Sprache, die den Lesefluss unterstützt, zieht der Autor den Leser in ein Abenteuer hinein und beschreibt dabei vor allem die Örtlichkeiten so plastisch, dass ich die Umgebungen immer vor meinem geistigen Auge sehen konnte. Meiner Meinung nach ist so etwas ganz großes Kopfkino.

Für mich ist „Der letzte Traumwanderer“ ein Page-Turner, der leider viel zu schnell zu Ende gelesen war. Nun beginnt das leidige Warten auf den nächsten Teil.

[Rezension] Alterra: Im Reich der Königin – Maxime Chattam


Verlag: Pan Verlag | Leseprobe
ISBN: 978-3426283066
Seiten: 389
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 16,99
ET: 08.2010

Eine unbekannte Macht hat die Welt über Nacht in eine andere verwandelt – in einen Ort voller Gefahren und Abenteuer, in der Jugendliche jeden Tag ihren Mut beweisen müssen. Auf der Flucht vor einem unheimlichen Schattenwesen verschlägt es die drei besten Freunde Matt, Ambre und Tobias in den Blinden Wald, wo riesige Pflanzenwesen auf sie lauern, an Bord eines Luftschiffes und schließlich in das Reich der schrecklichen Königin Malronce, die ein ganz besonderes Interesse an Matt zu haben scheint …
Ist die Gemeinschaft der Drei stark genug, um dieses Abenteuer zu überstehen?

Meine Rezension

Matt, Ambre und Tobias sind „Die Gemeinschaft der Drei“ und zusammen haben sie bereits viele Geheimnisse, die die neue, veränderte Welt mit sich bringt, gelöst.

Und das nächste Geheimnis muss gelüftet werden, doch diesmal wird es Gefährlich: Die Drei müssen sich in das Gebiet ihrer Feinde wagen, um Antworten zu finden.

Doch erst müssen sie durch den blinden Wald, einen Wald, den wohl noch keiner überlebt hat.

Wer Teil 1 nicht kennt, sollte die Rezension zu Teil 2 eher nicht lesen, da sie Spoiler enthält!

„Im Reich der Königin“ ist der zweite Teil der Alterra-Trilogie, der ohne Weiteres an den ersten Teil anknüpfen kann.

Während man sich im ersten Teil an die Charaktere gewöhnen könnte und mit ihnen die veränderte Welt kennen lernte, geht es in diesem Teil eher darum, die Gemeinschaft der Drei bei ihren Abenteuern fernab der sicheren Gemeinschaft der Pans zu begleiten: Ambre, Matt und Tobias dringen in die Welt der Zyniks vor, die bereits im ersten Teil die Pans angegriffen haben. Das Trio möchte herausfinden, warum gerade Matt von den Zyniks gesucht wird und wieso diese den Pans den Krieg erklären wollen.

Das Augenmerk liegt dabei in erster Linie auf der Handlung und die Auseinandersetzung mit den Charakteren ist hier nicht mehr so stark. Dennoch findet sie immer noch statt und während man im ersten Teil vor allem Matt kennen lernen konnte, kann man nun seine beiden besten Freunde Ambre und Tobias kennen lernen.

Maxime Chattam baut hier auch seine Welt weiter aus und gewährt tiefere Einblicke in die Veränderungen, die Flora und Fauna, aber auch die Tierwelt nach dem Sturm durchgemacht haben. Gut fand ich, dass Chattam den grünen Finger, den er permanent im ersten Band erhoben hat, in diesem ruhen lässt. Man liest also nicht immer und immer wieder, dass die Welt sich gegen den Parasiten Mensch gewährt hat, obwohl diese Theorie natürlich weiterhin eine Rolle spielt.

Positiv sei auch die Gestaltung des Buches erwähnt: Die Cover beider Teile leuchten kräftig in einem schönen orange und blau und die gezeigten Illustrationen passen auch wunderbar zum Inhalt.

Im Buch selbst wird jedes Kapitel noch mit einem schönen Ornament eingeleitet und jeder Buchabschnitt bekommt seine eigene passende Illustration. Daher macht alleine schon die Aufmachung der Romane diese zu Schmuckstücken jedes Bücherregals.

Ich kann eigentlich nur noch eines tun: allen, die Band 1 mochten, auch diesen ans Herz zu legen. Er ist meiner Meinung nach sogar noch stärker wie sein Vorgänger!

[Rezension] Alterra: Die Gemeinschaft der Drei – Maxime Chattam


Verlag: Pan Verlag | Leseprobe
ISBN: 978-3426283004
Seiten: 390
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 16,95
ET: 09.2010

Ein Orkan bricht über New York herein. Innerhalb weniger Stunden versinkt die Stadt in Eis und Schnee. Aus der Dunkelheit, die folgt, schießen blaue Blitze hervor. Als sie verschwunden sind, ist die Welt eine andere geworden: gefährlich und wild, ohne Technik und Zivilisation – und ohne Erwachsene. Übrig sind nur die Kinder, unter ihnen Matt, Tobias und Ambre. Gemeinsam machen sie sich auf in ein unglaubliches Abenteuer …

Meine Rezension

Es ist Weihnachten, ein Fest, auf das sich alle Kinder freuen. Doch dieses Jahr wird das Fest für Matt und seinen Freund Tobias nicht so wie immer.
Denn die Erde stellt sich gegen die Menschheit und ein großer Sturm bricht über die Welt herein, an dessen Ende nur die Jugendlichen und einige wenige Erwachsenen überleben.
Und jetzt beginnt der Kampf ums Überleben: Die Natur bringt Tiere hervor, die es vorher nicht gab und auch die Erwachsenen stellen plötzlich eine Gefahr für die Jugendlich dar.
Matt und Tobias machen sich auf die Suche nach anderen Überlebenden, in einer Welt, der man nicht mehr ohne Weiteres trauen sollte….

„Die Gemeinschaft der Drei“ ist der Auftakt der Alterra-Trilogie des französischen Autors Maxime Chattam.
In dieser Trilogie geht es mehr oder minder um den Weltuntergang, dass die Erde sich gegen ihre Kinder stellt und sie vor ein komplett neues Leben stellt. Diese Idee an sich ist nicht wirklich neu, wenn man z.B. an Bücher wie „Die Straße“ von Cormac McCarthy denkt.
Aber das, was der Autor aus dieser Idee macht, ist so wohl noch nicht da gewesen und macht diese Trilogie zu etwas besonderem.

Denn nach dem Sturm ist die Welt nicht einfach nur grau, leer und unwirtlich. Sie bietet immer noch genug Flora und Fauna, um überleben zu können. Doch mit dieser veränderten Welt müssen die überlebenden erstmal lernen umzugehen: Farne und Bäume, die so groß sind wie Häuser, Hunde so groß wie Ponys und Gefahren, die es so vorher nicht gab.
Der Autor beweist hier wirklich Einfallsreichtum.

In diesem Teil der Trilogie lernt der Leser aber nicht nur die veränderte Welt kennen, sondern auch „Die Gemeinschaft der Drei“: Matt, Tobias und Ambre. Alle drei Jugendlichen sind sehr unterschiedlich und ergänzen sich super.
Man lernt vor allem Matt kennen, dessen Gedanken und Gefühle häufig im Vordergrund stehen.
Das verleiht dem Roman wirklich Tiefe.
Die Gruppe begleitet man auf ihren Abenteuern und entschlüsselt mit ihnen die Rätsel der neuen Welt.

Die Geschichte ist spannend, flüssig geschrieben und zieht nicht nur Jugendliche Leser, sondern auch Erwachsene Leser in seinen Bann: Ich habe diesen Roman an nur einem Tag regelrecht verschlungen, weil ich mich einfach nicht mehr davon lösen konnte. Ich wollte, nein, ich musste unbedingt wissen, was die Gemeinschaft der Drei als nächstes herausfindet.
Eine Geschichte, die ich also unbedingt empfehle!

Einziger Kritikpunkt: Der Autor ist mir an einigen Stellen etwas zu „grün“ – natürlich rätseln alle, wieso es den Sturm geben konnte, der alles veränderte. Die Erklärung zieht sich jedoch fast Gebetsmühlenartig durch den Roman. Das hat zur Mitte des Buches langsam aber sicher doch ein wenig genervt….

Nichtsdestotrotz bin ich wirklich begeistert von diesem Serienauftakt und freue mich ungemein auf die nächsten Bände!

[Rezension] Sephira. Ritter der Zeit 01 – Corina Bomann

Verlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3800055739
Seiten: 461
Ausgabe: Gebunden
Preis: € 19,95
ET: 07.2010
Laurina, die Tochter eines Wikingerfürsten, gerät als Schiffbrüchige im Mittelmeer in eine geheime Bruderschaft von Assassinen. Diese erkennen ihr Kampftalent und wollen sie mithilfe eines magischen Rituals zu einer der ihren, einer Unsterblichen machen. Die Bruderschaft, die sich Sephira nennt, wendet sich gegen den herrschenden Emir, denn die Männer wollen Gutes tun anstatt zu töten. Im Verlauf der Schlacht um Jerusalem kann die Bruderschaft den Feldherrn Salah-ad-din vor einem Attentat bewahren und mit ihm vereinbaren, dass die Christen in Jerusalem geschont werden.

Meine Rezension

Mein Name ist Laurina Einarsdottir Skallagrimm. Man nennt mich die Chronistin. Meine Aufgabe ist es, die Taten unserer Bruderschaft für die Nachwelt zu erhalten. Das Schicksal führte mich an eine fremde Küste und in die Arme der Sephira, auf dass ich mithelfe, die Geschicke der Menschen zu lenken und zum Guten zu verändern. Dies ist unsere Geschichte…

Und wie der Bund „Sephira“ gegründet wurde und was ihr Geheimnis ist, ist Thema im ersten Band der Trilogie um die Ritter der Zeit.

Und diese Geschichte startet die Autorin Corina Bomann ohne Zeit zu verlieren. Bereits auf den ersten 20 Seiten lernt man die Protagonistin Laurina kennen und erlebt, wie die junge Frau an die Küste in der Näher von Alexandrien kommt.
Bereits dieser Anfang legt die Erwartungen an den Rest des Romanes sehr hoch und die Autorin ist in der Lage diese Erwartungen auch zu halten.

Der Rest des Romans ist geprägt von spannenden, ausdrucksstarken und witzigen Dialogen, in denen man die Charaktere kennen und lieben lernt.
Die Eindrücke, die die Dialoge vermitteln, werden vervollständigt durch die Beschreibung von Örtlichkeiten, Personen und Landschaften. Besonders gelungen sind in dem Zusammenhang die Beschreibung der politischen Verhältnisse der Zeit und das die Autorin sich nicht scheut auch heikle Themen wie Religion und nationale Herkunft zum Thema ihres Romans zu machen.

Die Figuren selbst sind facettenreich gezeichnet. Keiner gleicht dem anderen und jeder bleibt dem Leser durch seinen einzigartigen Charakter im Gedächtnis.
Gewürzt wird die Figurenkonstellation durch eine sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Laurina und einem ihrer Retter. Diese wird dabei aber nie kitschig oder lenkt von eigentlichen Geschehen ab. Sie ist ein kleiner Hoffnungsschimmer in einer wie es aussieht hoffnungslosen Situation.

„Sephira“ ist ein spannendes Abenteuer, dass Lust auf mehr macht. Ich hoffe daher, dass der zweite Teil der Trilogie nicht zu lange auf sich warten lässt, denn eines ist klar: nach beenden des ersten Buches möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Nicht nur eine Empfehlung für Jugendliche, sondern auch für all jene, die schon die historischen Romane der Autorin mögen!

Rache – Claudia Kern

Der verwaiste Thron 3

Verlag: Blanvalet | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442244225
Seiten: 384
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 13,00
ET: 08.2009
Es herrscht Krieg! Und während die Armeen der Nachtschatten und der Menschen sich gegenseitig vernichten, kehren die Vergangenen zurück. Das Wiedererstarken der Magie hat auch diesem uralten Volk neue Macht verliehen. Von Nachtschatten und Menschen gleichermaßen gejagt, flüchtet Ana in ihre Heimat Somerstorm. Sie ahnt nicht, dass ihr ehemaliger Leibwächter Jonan ebenfalls auf dem Weg nach Norden ist. Und auch die Vergangenen sind ihr auf den Fersen – denn in Somerstorm liegt der Schlüssel zum Geheimnis ihres Daseins …

Meine Rezension

Nachdem die Nachtschatten eine Stadt nach der anderen niedergebrannt haben, steht die Welt nun vor den Trümmern.
Die Nachtschatten wollen die Menschen vernichten, während diese versuchen eben jene Geschöpfe in ihre Schranken zu weisen.
In all diesen Wirren ist Ana Somerstorm, rechtmäßige Fürstin Somerstorms, immer noch unterwegs und hofft, ihr Reich zurück erobern zu können.

Rache ist der abschließende Teil der Trilogie Der verwaiste Thron von Claudia Kern.

Die ersten beiden Teile der Trilogie waren für mich nett zu lesen und brachten ein paar Stunden Zerstreuung. Ich fand es vor allem schade, dass die Autorin in den ersten beiden Teile so viel Potenzial verschenkte, denn Idee – und auch gute Ideen – hat Claudia Kern.

Als ich dann Rache begann fürchtete ich fast, auf das selbe Bild zu stoßen: Charaktere, die ihr Potenzial verschenken, eine Handlung, die immer auf der einen Seite nur Andeutungen macht, aber auf der anderen Seite irgendwie nicht voran kommt.
Doch schon auf den ersten 50 Seiten diesen Teils wurde ich überrascht: endlich bekommen die Figuren für mich greifbare Konturen und auch die Handlung ist nicht mehr nur eine Ansammlung von lose nebeneinander herlaufenden Handlungssträngen.
Alles ergibt mit einemal ein großes Ganzes. Und so habe ich gebannt Seite um Seite verschlungen.

Und plötzlich war ich 40 Seiten vor Schluss: der machte mir ein bis dahin wirklich gelungenes Buch ein wenig madig. Zwar ist das Ergebnis am Ende sehr erfreulich, weil es einfach zu der Geschichte passt und diese auch in dem Sinne abrundet. Allerdings erscheinen 40 Seiten für das Ende irgendwie sehr wenig, wenn man bedenkt, dass ich mich vorher durch ca. 1100 Seiten gelesen habe.

Unterm Strich ist Der verwaiste Thron eine Serie, die sowohl ihre Stärken, als auch ihre Schwächen hat. Jedoch macht sie, wenn man sich darauf einlässt, viel Spaß. Rache ist dabei auch meiner Sicht der stärkste Teil der Serie.
Die Autorin hat gezeigt, dass sie sehr kreativ sein kann und auch ist. Daher würde ich mir wünschen, dass von Claudia Kern irgendwann noch mal ein Roman erscheint.

Verrat – Claudia Kern

Der verwaiste Thron 2

Verlag: Blanvalet | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442244218
Seiten: 409
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 13,00
ET: 02.2009

Ana, die einzige Tochter des Fürsten von Somerstorm, befindet sich auf der Flucht vor den geheimnisvollen Nachtschatten. Die Gestaltwandler haben – so glaubt Ana – ihre gesamte Familie ermordet und so die Kontrolle über das Fürstentum an sich gerissen. Ana flieht nach Szranizar und findet dort tatsächlich Unterstützung. Doch plötzlich steht die Armee der Nachtschatten vor der Stadtmauer. Die Verteidiger sind chancenlos – und so muss Ana erneut die Flucht ergreifen …

Meine Rezension

Ana Sommerstorm ist immer noch im Land unterwegs und versucht irgendwie Westfall zu erreichen, um dort Unterstützung zu erbitten. Denn sie will eines: ihr Land von den Nachtschatten zurückfordern.
Auch ihr Bruder Gerit versucht derweil sein Glück, während Westfall einen neuen Fürsten bekommt und sich gegen den Feind behaupten muss…

Verrat ist der zweite Teil der Serie „Der verwaiste Thron“ von Claudia Kern.
Den ersten Teil habe ich vor knapp einem Jahr gelesen und er ist mir komischerweise (komischerweise, weil meine Rezension zu dem Roman damals eher positiv war) doch eher negativ in Erinnerung. Daher habe ich auch nicht wirklich viel von diesem Teil erwartet.

Und in der Tat: die Trilogie um den verwaisten Thron ist keine Serie der Extraklasse. Schaut man sich das Genre an, gibt es viele Bücher die qualitativ besser zu sein scheinen, wie dieses Buch.

Denn leider hat das Buch die ein oder andere Schwäche:
Bereits beim ersten Teil hatte ich bemängelt, dass die Charaktere sehr an der Oberfläche bleiben. Ähnlich sieht es im zweiten Band [b]Verrat[/b] aus. Zwar sieht man Ansätze von Entwicklungen bei der Protagonistin Ana, allerdings sind diese auch nur angedeutet. Es findet zu keiner Zeit eine Auseinandersetzung mit den Charakteren und deren Gefühlswelt oder im Allgemeinen mit ihrem Wesen statt. So lernt man auch keine Person wirklich kennen und man wahrt eine doch relativ große Distanz zu diesem.
Ebenso wird vieles nur angedeutet: was hat es mit den Vergangen auf sich? Was geschah mit den Zauberern? Fragen, die nicht beantwortet werden. Es wird immer wieder auf die Geschichte des Landes verwiesen, aber auch da fehlen genauere Erläuterungen.

Und dennoch hat mir Band 2 wesentlich besser gefallen, wie der erste.

Zwar sind mir die oben genannten Kritikpunkte immer wichtig bei einem Roman, der mich überzeugen soll, aber die Autorin schafft es mit etwas ganz anderem, mich an ihr Buch zu binden: die Geschichte.
Es geht zwar „nur“ um den altbekannten Kampf zwischen Gut und Böse, jedoch schaffte die Autorin es durch einige Wendungen und Schauplatzwechsel eine spannende Geschichte zu erzählen. Man möchte doch wissen, wie es weitergeht und wer den Kampf um die Macht gewinnt.

Wenn man sich also auf die bloße Handlung konzentriert kann man durchaus ein paar schöne, spannende Lesestunden verbringen.
Daher durchaus zu empfehlen!

Der Gejagte – Wolfgang Hohlbein

Die Chronik der Unsterblichen 07

Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548263922
Seiten: 432
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 08.95
ET: 04.2006
1565: Nach vielen Jahren der Verfolgung haben der Schwertkämpfer Andrej und sein Gefährte Abu Dun Zuflucht auf Malta gefunden. Doch die Ruhe wird jäh gestört: Der türkische Sultan plant einen vernichtenden Schlag gegen die Insel. Gemeinsam mit den Ordensrittern müssen sich Andrej und Abu Dun für eine verheerende Schlacht rüsten…

Meine Rezension

Wir schreiben das Jahr 1565: der Schwertkämpfer Andrej Delany und der Nubier Abu Dun sind mittlerweile mehr als ein Menschenleben zusammen unterwegs.
Ihre Suche nach Frieden und auf der Flucht vor allen Gefahren, die sie auf ihrer langen Wanderschaft begegneten, scheinen sie endlich am Ziel: Malta.
Abu Dun lebt in einer kleinen Hütte mit einer Frau und ihrem Sohn und Andrej ist Ritter bei den Johannitern.
Alles könnte perfekt sein. Alles, bis sie eines Tages herausfinden, dass der türkische Sultan eine Flotte aufstellt, um Malta einzunehmen.
Doch nicht nur die Türken sind wieder mal ihre Feinde; die beiden Freunde müssen auch gegen einen ihrer eigenen Art kämpfen, einem Vampyr, der in der Tat wirklich unsterblich zu sein scheint…

Was diese Serie betrifft bin ich mittlerweile mehr wie unentschlossen. Sicher, jeder Band sollte für sich bewertet werden, aber bei jedem Band stellt man sich die Frage, ob das Weiterlesen lohnt.
Für Die Chronik der Unsterblichen von Wolfgang Hohlbein kann und mag ich fast gar keine Empfehlung / Prognose wagen, denn ich habe bis jetzt noch nie eine Serie gesehen, die so in ihrer Qualität schwankt, wie diese.
An den ersten vier Bänden hatte ich einen unglaublichen Spaß, jedoch an dem fünften und sechsten nur noch bedingt. So bedingt, dass ich sicher war, die Serie nach Band acht für mich vorzeitig zu beenden.

Doch nach Der Gejagte bin ich mir da nicht mehr so sicher. Zwar kommt Hohlbein nicht an die Qualität der Bände eins bis vier heran, aber er verknüpft endlich eine spannende Handlung mit doch essentiellen Bestandteilen: die Charaktere entwickeln sich, machen neue Erfahrungen, gelangen endlich (in Teilen) an ein Ziel…
Es wirkt nicht mehr so, als ob Hohlbein nur um der Geschichte selbst willen schreibt, er füllt sie endlich neben jeder Menge Action wieder mit Leben….

Während bei den letzten beiden Bänden definitiv eher von ihrer Action lebten, stellt die Bedrohung durch die Türken hier eben nur eine Bedrohung dar, ein Umstand, der sicherlich zu einigen Handlungen zwingt, aber endlich nicht verhindert, dass sich Abu Dun und Andrej mit sich und ihrem Leben auseinandersetzen können. Beide zeigen sich so endlich wieder von ihrer ‘menschlichen’ Seite und treten nicht nur als Schwertschwingende Todesengel auf.

Da aber die Gefahr nicht fehlen darf, denn sonst würde es ja doch ein wenig langweilig werden, taucht erneut einer ihrer Art auf; ein Vampyr, der mehr als mächtig ist und den beiden das Leben zur Hölle macht…

Schade war hier diesmal nur, dass das Ende nicht nur dann doch zu schnell kam, sondern auch zu schnell und viel zu einfach war. Nach einem relativ langen Vorspann von 400 Seiten, hätte das Ende auch einige Seiten mehr haben können.

Nichtsdestotrotz ist Band sieben der Chronik endlich wieder ein Band, der einen für schöne Lesestunden an den Sessel bindet.
Diesmal wieder Unterhaltung pur!

Sturm – Claudia Kern

Der verwaiste Thron 1

Verlag: Blanvalet | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442244201
Seiten: 368
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 13,00
ET: 07.2008

Es ist ein großer Tag für Ana, die einzige Tochter des Fürsten von Somerstorm. Ihr siebzehnter Geburtstag beginnt mit den Darbietungen von Gauklern und Schaustellern – und endet in einem Massaker an ihrer Familie! Jetzt ist Ana auf der Flucht, nur begleitet von einem Leibwächter, den sie kaum kennt und dem sie noch weniger traut. Auf Burg Somerstorm, ihrer verlorenen Heimat, herrschen nun die geheimnisvollen Nachtschatten – und der Mord an Anas Familie war nur der Anfang ihrer düsteren Pläne!

Meine Rezension

An Ana´s siebzehnten Geburtstag gibt ihr Vater, der Graf von Somerstorm, ein großes Fest zu Ehren seiner Tochter.
Doch was als beschauliches Fest anfängt, endet in einer Katastrophe: als sich Ana mit ihrem Leibwächter vom Fest frühzeitig entfernt, wird ihre ganze Familie und die Gäste von Nachtschatten getötet.
Ihr Leibwächter reagiert blitzschnell und flieht mit dem Geburtstagskind, während die Nachtschatten Somerstorm in Besitz nehmen und sich für einen Schlag gegen die Menscheit rüsten….

Sturm ist der erste Teil einer Trilogie und gleichzeitig der Debutroman der aus Bonn stammenden Autorin Claudia Kern.
Und dieses Debut liest sich nicht mal so schlecht:
Kern entwirft auf knapp 370 ihre eigene Welt und auch in einem gewissen Sinne mit den Nachtschatten ihre eigenen Kreaturen.

Die Charaktere selbst sind gut durchdacht: jede hat ihre eigene Persönlichkeit, ihre eigenen Stärken und Schwächen. Man merkt: die Autorin hat sich mit ihnen auseinander gesetzt und sich zu jedem Charakter Gedanken gemacht. Somit schafft sie es in sich widerspruchsfreie Helden und Antihelden zu kreieren.
Vor allem Protagonistin Ana und der Gelehrte Craymorus fallen immer wieder auf.
Ana wirkt an vielen Stellen zickig und verwöhnt, aber: authentisch.
Kleiner Knackpunkt dennoch: eine große Entwicklung der Charaktere findet hier nicht statt; aber da hoffe ich jetzt einfach mal auf die Folgebände…

Weiterer kleiner Knackpunkt am Buch ist stellenweise der Plot: Kern treibt die Handlung schnell voran. Das ist oft sehr toll, da man nicht das Gefühl hat auf der Stelle zu treten und ein Gefühl dafür bekommt, wie diskontinuierlich und schnell das Leben der Charaktere ist zur Zeit ist
Allerdings wäre es schöner gewesen, wenn die Handlung ab und an etwas an Schwung verloren hätte, ein wenig Zeit zum Verschnaufen geboten hätte, denn so wirkte es dann doch stellen weise gehetzt.

Das klingt zwar jetzt alles doch ein wenig nörgelig, aber mal im Ernst: ein Buch kann nicht so schlecht sein, wenn ich mir direkt nach dem Lesen Band 2 kaufe und auf die nächste Leselücke warte…

Durchaus zu empfehlen!

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