Archiv für März 2010

Die Gabe der Jungfrau – Deana Zinßmeister

Verlag: Goldmann | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3442470365
Seiten:
512
Ausgabe:
Taschenbuch
Preis:
€ 09,95
ET:
02.2010
Ein Dorf in der Kurpfalz um 1525. Anna Maria wächst mit vier Brüdern auf einem Hof auf. Als ihr Vater zwei seiner Söhne in den Krieg schickt, damit sie für die Sache der Bauern kämpfen, versucht Anna Maria ihn umzustimmen, doch vergebens. Bevor die Brüder aufbrechen, geben sie ihrer Schwester das Versprechen, dass keiner ohne den anderen heimkehren wird. Doch dann sieht Anna Maria die beiden eines Nachts im Traum und weiß, dass sie in Gefahr sind. Nun hält sie nichts mehr zu Hause, denn sie verfügt über die Gabe, in ihren Träumen den Tod vorherzusehen …

Meine Rezension

Zu Beginn des 16.Jahrhunderts brodelt es in Deutschland: Viele Bauern laufen gegen Die Obrigkeit Sturm und fordern mehr Rechte für ihren Stand ein.
In diesen Wirren lebt die junge Anna Maria. Ihr Brüder sind vom Vater in diesen Krieg um mehr Gerechtigkeit geschickt worden. Als die junge Frau einen bösen Traum hat, macht sie sich auf den Weg, um ihre Brüder zu suchen und nach Hause zu bringen, denn sie befürchtet, die beiden sonst nie wieder lebend zu sehen….

Mit Die Gabe der Jungfrau hat Deana Zinßmeister ihren insgesamt vierten Roman veröffentlicht und lange habe ich diesem entgegen gefiebert.
In gerade mal 1 ½ Tagen habe ich den Roman verschlungen und kann eigentlich nur sagen, dass ich absolut begeistert bin und dieser bis jetzt mein absoluter Liebling der Autorin ist.

Auf eine spannende und erfrischende Weise erzählt die Autorin eine Geschichte, die vor Abenteuern nur so wimmelt. Deana Zinßmeister entführt in ein Deutschland, dass gerade im Umbruch ist und schafft es, die Unzufriedenheit, die Unsicherheit und Angst der Menschen einzufangen.
Stellvertretend für diese stehen Anna Maria und ihre Brüder, die in dieser turbulenten Zeit ihren Weg finden müssen.
Mit diesen Charakteren hat die Autorin sympathische Figuren geschaffen, die dafür sorgen, dass man mit ihnen fiebert und ihre Hoffnungen und Ängste teilt.

Die Handlung selbst teilt sich in mehrere Handlungsstränge auf, die am Ende zu einem einzigen zusammen laufen. Im Vergleich zu „Das Hexenmal“ ist es der Autorin gelungen diese Handlungsstränge ‘weicher’ zu gestalten und so enden einzelne Episoden nicht so abrupt, wie es beim Vorgänger der Fall war. Das hilft dabei, einen gleichmäßigen und schnellen Lesefluss beizubehalten.
Neben mehreren Handlungssträngen, wartet der Plot auch mit einigen Überraschungen auf, die dafür sorgen, dass es nie langweilig wird.

Zum Schluss führt die Autorin in einem Nachwort auf, welche Figuren der Realität entsprechen und welche nicht.

Insgesamt fällt es mir schwer das Buch genauer auseinander zu pflücken und zu analysieren, denn ich bin einfach bodenlos begeistert. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Gabe der Jungfrau ist ein eindrucksvoller Roman, dem ich jeden Liebhaber von anspruchsvollen historischen Roman nur empfehlen kann.

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