Archiv für Februar 2007
Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillman Trutz – Ralf Isau
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426632383
Seiten: 415
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: nur noch gebraucht erhältlich
ET: 11.2005
»Was befindet sich hinter diesem Regal?« »Das hängt immer von dem ab, der drum herum geht.« Karl Konrad Koreander ist alles andere als ein Held, der Abenteuer sucht: Sein größter Wunsch ist es, in einer ruhigen Bibliothek zu arbeiten, umgeben von den Geschichten und Legenden, die ihn glücklich machen. Als er das Antiquariat von Thaddäus Tillmann Trutz betritt, scheint er seinem Ziel einen Schritt näher zu kommen – noch kann er nicht ahnen, welche Geheimnisse sich hinter Büchern wirklich verbergen können …
Meine Rezension
Ich habe das Original bis heute leider nicht gelesen und meine erste Reise nach Phantasien mit seinen Legenden begonnen.
Ral Isau erzählt hier die Geschichte von Karl Konrad Koreander und wie er in den Besitz Der unendlichen Geschichte kam und wieso er heute der Meisterbibliothekar ist.
Ich muss gestehen, dass ich mir vielleicht ein wenig zu viel von diesem Buch versprochen hatte, denn ich wurde teilweise sehr enttäuscht.
Hier hält mein meines Erachtens nach eher ein Jugend-Phantasy Buch in den Händen.
Die Geschichte fängt ganz gemütlich an. Vermag den Leser zwar anfänglich in seinen Bann zu ziehen, lässt dann aber die Spannung deutlich durch lange Gespräche und Überlegungen ab der Mitte einfrieren.
Richtig genervt hat mich der Satz “Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andern mal erzählt werden.” Sicher, Isau spielt hier wohlmöglich auf Geschichten an, die einer seiner Kollegen, die auch Bücher zu den Legenden veröffentlichten, an. Allerdings taucht dieser Satz grade zum Ende hin sehr häufig. Für mich schon fast zu oft.
Der Schreibstil selbst war sehr einfach gehalten, die Seiten flogen somit einfach an einem vorbei und ehe man sich versah hatte man 50 Seiten gelesen.
Alles in allem ist Isaus Werk für mich ein kleiner Happen für zwischendurch gewesen, bei dem ich gut abschalten konnte und mich teilweise auch gut amüsiert habe. Dennoch wird es kein Buch werden, welches ich weiterempfehlen würde.
Fliegen wie ein Vogel – Deana Zinßmeister
Verlag: Moments Verlag
ISBN: 978-3937670362
Seiten: 352
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Preis: nur noch gebraucht erhältlich
ET: 03.2006
Deutschland 1790: Nach dem Tod ihres geliebten Vaters erfährt die junge Luise von Wittenstein, dass sie einen Halbbruder hat. Luise setzt alles daran, ihn zu finden, und fährt zunächst nach London. Dort teilt man ihr mit, dass ihr Bruder als Strafgefangener nach Australien deportiert wurde. Für eine Frau ist es undenkbar, ohne männliche Begleitung in die Strafkolonie auf dem fremden, unzivilisierten Kontinent zu reisen. Luise zögert nicht, einen ihr unbekannten Mann zu heiraten……
Meine Rezension
Schon lange nicht mehr hat ein Buch mich so sehr in seinen Bann gezogen!
Die letzten Bücher die ich las waren lanweilig, die Charaktere nervig oder gar nicht skizziert und die Handlungen teilweise einfach nur unlogisch…..
Dieses hier ist das genaue Gegenteil.
Von Anfang an hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet. Keiner zu sehr, sodass er unnatürlich erscheint und keiner zu wenig, dass er fehl am Platz wirkt.
Mit ihrer Sprache lässt die Autorin ihr Buch, ihre Charaktere und ihr Handlung wunderschön lebendig aussehen. Man kann sich die Ort und die Personen bildlich vorstellen und ist in der Lage mit ihnen zu fiebern und zu leiden.
Das Buch bereitet eine spannende, recht flotte Handlung auf, die vorallem am Ende den ein oder anderen Schicksalschlag auf Lager hält und dem emotionalen Leser zum Schlucken bringt.
Einziger Kritikpunkt:
Am Ende fielen mir leider ein oder zwei Zeichenfehler auf: es fehlte der Punkt. Ohne es zu bemerken las ich weiter und musste den Satz wiederholen weil er so natürlich keinen Sinn ergab.
Die Aufmachung des Buches selbst ist dem Verlag sehr gut gelungen: ein schönes HC, dass es zum Preis eines Taschenbuches gibt, mit Schutzumschlag.
Unter dem Schutzumschlag selbst, verbirgt sich noch mal das Cover selbst. Ich finde dies immer sehr schön, da ich während des Lesens den Umschlag immer abmache und so dennoch immer wieder das schöne Cover bestaunen kann. Denn oft ist das Buch einfabrig gehalten,wenn es einen Schutzumschlag gibt.
Ich freue mich schon auf den 2.Teil: Der Duft der Erinnerung



